Rote Laterne im Bildungsmonitor 2018 für Bremen

von | Aug 15, 2018 | Bürgerschaftswahl, Themen | 0 Kommentare

Wie gut steht es um die Bildung in den Einzelnen Bundesländern? Dieser Frage geht der INSM Bildungsmonitor nach. Er zeigt auf,  inwieweit das Bildungssystem eines Bundeslandes zum Wachstum und Wohlstand der Wirtschaft beiträgt. Gleichzeitig zeigt sich auch der Stellenwert der Bildungspolitik in einem Bundesland. Für Bremen ergibt der Bildungsmonitor 2018 – leider – das gewohnte Bild: Schlusslicht in Sachen Bildung.

Steigende Handlungsbedarfe in Bremen

Der Bildungsmonitor 2018 verweist Bremen auf den letzten Platz im Länderranking. Anhand von 93 Indikatoren in 12 Handlungsfeldern hat das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) die Bundesländer verglichen. Für Bremen zeigt der Fünfjahresvergleich, dass es im Bereich Bildung steigende Handlungsbedarfe gibt.

Positiv bewertet die Studie, dass in Bremen vergleichsweise viele Akademiker ausgebildet werden. Weiterhin ist die Umstellung auf Bacherlorstudiengänge weit fortgeschritten. Auch die Relation von Sachausgaben zu Personalausgaben fällt für die allgemeinbildenden und beruflichen Schulen gut aus.

Negativ fällt auf, dass die Bildungsausgaben je Schüler vergleichsweise gering sind. In Kompetenztests erreichen Schülerinnen und Schüler aus Bremen durchschnittlich schlechte Ergebnisse. Vor allem Viertklässlern erreichten viele zuletzt nicht die Mindeststandards bei Schulvergleichstests.

Bremer Schulen nur Durchschnitt bei der Digitalisierung

Erstmals analysiert der Bildungsmonitor auch den Stand der Digitalisierung. Hier schneidet Bremen im Vergleich zu den anderen Bundesländern durchschnittlich ab. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Bremen

  • eine vergleichsweise durchschnittlichen Ausgangslage an den Schulen,
  • eine quantitativ gute IT-Ausbildung in der beruflichen Bildung und den Hochschulen und
  • eine unterdurchschnittliche Stärke in der Forschung im Bereich Digitalisierung hat.

Hamburg und Berlin verbessern, Bremen verschlechtert sich

Im Vergleich zum Bildungsmonitor 2013 haben sich die Bundesländer Hamburg (+6,3) und Berlin (+4,9) verbessert. In Bremen kann man von solchen Erfolgen nur träumen, hat sich das Bundesland doch um 0,5 Punkte verschlechtert. Das Problem lässt sich also nicht nur mit der größe des Bundeslandes erklären. Hamburg liegt im Verlgeich auf Platz 5.

Die rot-grüne Regierung in Bremen muss sich also die Frage gefallen lassen, wie es dazu kommen konnte?

Die vollständige Studie kann hier nachgelesen werden: https://www.insm-bildungsmonitor.de/