Vorstellung neuer Mitglieder des Landesvorstands

David Lukaßen und Kristina Kötterheinrich sind die neuen Mitglieder im Landesvorstand der Bremer Grünen. Auf der ersten digitalen Landesmitgliederversammlung (LMV) am 5. Dezember wurde zunächst über die Nachwahl der neuen Mitglieder vorläufig abgestimmt. Eine anschließende Briefwahl hatte die Abstimmung offiziell bestätigt.

David Lukaßen ist neues Mitglied des Grünen Landesvorstands

Liebe Freundinnen und Freunde,

vielen Dank für Euer Vertrauen und die Wahl zum Bremerhavener Beisitzer im Landesvorstand. Ich will nicht lange wiederholen, was ich in meiner Bewerbung geschrieben habe. Das könnt Ihr im Zweifel dort nachlesen.

Neben der großen Herausforderung durch die Pandemie, möchte ich mich in diesem Jahr vor allem darauf konzentrieren, dass uns gemeinsam in Bremerhaven und Bremen ein guter Bundestagswahlkampf gelingt. Ich stehe daneben dafür, dass der Landesvorstand sich in die Debatten in unserem Bundesland einbringt und wir auch untereinander um unsere Ansätze und Ideen ringen. All das hängt mit einem letzten großen Thema zusammen, das mir wichtig ist, wir werden in diesem und den nächsten Jahren vor der enormen Herausforderung stehen, Haushalte vor dem Hintergrund sinkender Einnahmen aufzustellen. Hier das richtige Maß zu finden, den Regelaufgaben in beiden Städten gerecht zu werden, unsere Schwerpunkte zu finden und sich mit den Koalitionspartnern zu einigen, wird für uns alle fordernd.

Wer mich nicht kennt, hier noch einmal im Schnelldurchgang einige Punkte zu meiner Person: seit nunmehr fast 40 Jahren Bremerhavener und seit 2003 bei den Grünen, promovierter Volljurist, seit 2011 im Büro unserer Grünen Senatorin Anja Stahmann, begeisterter Rollen- (Pen und Paper) und Brettspieler, von 2003-2014 schon einmal Vorstandssprecher in Bremerhaven sowie von 2007-2013 Beisitzer im Landesvorstand.

Für mich aber wichtiger als jeder Text, wenn Ihr Fragen an mich habt, dann schreibt mich gerne oder sprecht mich an.

Bleibt gesund, Euer David

Kristina Kötterheinrich ist neues Mitglied des Grünen Landesvorstands

Lieber Landesverband,
vielen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen bei der Wahl, obwohl mich die meisten von Euch noch gar nicht persönlich kennen. Ich hoffe, dass sich das im nächsten Jahr ändert. Für mich wird das nächste Jahr sehr spannend: das erste Jahr als Mitglied im Landesvorstand und als Sprecherin der LAG Klima und Energie. Ich hoffe, dass wir gemeinsam viel Gutes erreichen können und dass ich noch mehr Personen für die Arbeit begeistern kann – auch um den noch offenen Frauenplatz im Landesvorstand noch nach zu besetzen.

Quelle: Grüne Bremen

Der Landesvorstand von Bündnis 90/Die Grünen Bremen kritisiert Schulöffnungen

Der Landesvorstand von Bündnis 90/Die Grünen Bremen sieht Schulöffnungen in Bremen ebenfalls kritisch und kommentiert die aktuelle Debatte wie folgt:

Wir halten die Aufforderung der Bildungssenatorin an Eltern, „alle Kinder“ in die Schule zu schicken, in der aktuellen Situation für falsch.

Es ist richtig, dass Schüler*innen so schnell wie möglich wieder die Schule besuchen sollen, zumal dauerhaft geschlossene Schulen zu großen sozialen und auch gesundheitlichen Problemen für Kinder und Familien führen können. Wir befinden uns aber in einer Phase der Pandemie mit immer noch viel zu hohen Infektionszahlen. Auch im Bundesland Bremen steigen die vergleichsweise niedrigen Zahlen wieder an.

Für uns GRÜNE ist deshalb die oberste Priorität, weiterhin die Infektionszahlen zu senken, um die vielen Menschen in vulnerablen Gruppen zu schützen und eine Überlastung unseres Gesundheitssystems zu vermeiden. Dieses Ziel kann nur erreicht werden, wenn die Kontakte in der Bevölkerung von uns allen so stark wie möglich reduziert werden.

Auf der anderen Seite sehen wir auch die Situation der vielen Eltern. Seit Monaten stehen sie vor dem schwierigen Drahtseilakt, ausfallende Kinderbetreuung und Schule neben dem Job zu realisieren. Das lässt sich nicht einfach mal so machen. Nicht zuletzt entstehen große Defizite für Kinder und Jugendlichen bei Bildung und sozialen Kontakten.

Entgegen vieler Behauptungen der Vergangenheit finden aber auch in Bildungseinrichtungen viele Übertragungen statt – vor allen Dingen, wenn die Ansteckungsrate in der Bevölkerung hoch ist. Hinzu kommt die neue, deutlich ansteckendere Virusmutation, die sich bereits in Deutschland verbreitet. Damit wird die Eindämmung der Infektionen für uns alle noch schwieriger. Die kommenden Tage und Wochen werden entscheidend sein, um die Infektionszahlen wieder in den Griff bekommen.

Möglichst viele Schüler*innen in Distanz unterrichten

In der aktuellen Lage muss deshalb das Ziel sein, so viele Schüler*innen wie möglich im Distanzunterricht zu beschulen und so wenig wie möglich im Präsenzunterricht – und nicht umgekehrt. Ausnahmen sollen für Alleinerziehende und Eltern in systemrelevanten Berufen gelten sowie – wenn notwendig – für Kinder der Jahrgangsstufen 1-6. Ebenso sollten Schulen – gegebenenfalls in Absprache mit dem Jugendamt – individuelle Ausnahmen machen können für Schüler*innen mit einem besonders hohen Betreuungsbedarf. Wenn die Zahlen sinken, müssen Öffnungen stattfinden und hybride Unterrichtsformen mit einem höheren Präsenzanteil zum Zuge kommen.

Der jetzige Weg kann im Verbund mit anderen Faktoren dazu führen, dass der Lockdown noch länger anhalten, die Lage in den Krankenhäusern noch dramatischer wird und dann Schulen möglicherweise doch ganz geschlossen werden müssen. Das wäre in vielerlei Hinsicht eine Katastrophe.

Wir weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass auch alle anderen gesellschaftlichen Bereiche ihren Beitrag leisten müssen und beispielsweise Unternehmen ihren Mitarbeiter*innen verpflichtend Home-Office ermöglichen müssen, wo dies möglich ist.

Positionspapier des geschäftsführenden Landesvorstands von Bündnis 90/Die Grünen Bremen zur Corona-Pandemie

Angesichts der noch immer hohen Infektionszahlen, der hohen Todesrate und der angespannten Lage in den Krankenhäusern wurde am 5. Januar der derzeitige, bundesweit geltende „Lockdown“ weiter verschärft. Der geschäftsführende Landesvortsand hat dazu bereits in der vergangenen Woche ein Positionspapier erarbeitet, in dem er eine verständliche Strategie mit Ampelsystem und einem Pandemierat fordert.

Quelle: Grüne Bremen