Kastendiek (CDU) kritisiert mangelndes Interesse des Senats am Handwerk

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Als „Sammelsurium an Unverbindlichkeiten und Konjunktiven“ kritisiert Jörg Kastendiek, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, die Vorlage eines Strategiepapiers zur Stärkung des Handwerks von Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD) für die heutige Sitzung der Wirtschaftsdeputation (Drs. 19/569-S).

Anliegen des Handwerks nicht vom Senat berücksichtigt

„Ob in Hinblick auf das Gewerbeflächenangebot für kleine Handwerksbetriebe, die Ausstattung der Berufsschulen oder das öffentliche Vergabewesen – in keinem Punkt hat der rot-grüne Senat in der Vergangenheit den Anliegen des Handwerks Rechnung getragen“, so der Wirtschaftspolitiker. Am Ende der Legislaturperiode ein solches Strategiepapier vorzulegen, komme einem Ablenkungsmanöver gleich, zumal das Papier außer einer Sachstandsbeschreibung und Prüfaufträgen keinerlei konkrete Maßnahmen, geschweige denn einen Zeit- und Finanzierungsplan, enthalte.

Senator greift auf Pläne von CDU und FDP zurück

Kastendiek: „Der Senator schmückt sich mit fremden Federn, wenn er auf die von CDU- und FDP-Fraktion initiierten Pläne für eine stärkere Förderung von Aufstiegsfortbildungen, insbesondere von Handwerksmeistern, sowie auf diverse Bundesprogramme verweist“. Bremens Handwerk brauche zügig mehr kleinteilige Gewerbeflächen, die sich für Handwerksbetriebe eignen, attraktive Handwerkerhöfe, eine Fachkräftestrategie, die diesen Namen verdient, materiell und personell besser ausgestattete Berufsschulen sowie eine vorausschauende Verkehrspolitik. „Das Senatspapier ist ein Papiertiger aus geschnitztem Holz – angenehmes Äußeres, ansonsten ohne Zweck und Mehrwert. Die bremischen Handwerksbetriebe, ihre Mitarbeiter und Auszubildenden haben mehr Ernsthaftigkeit verdient“, so Kastendiek abschließend.

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